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Casque d'équitation noir avec harnais réglable et molette, vue de l'intérieur Casque d'équitation noir avec harnais réglable et molette, vue de l'intérieur

Reithelm: MIPS, Größe und Sicherheit – richtig auswählen und richtig anpassen

Kurz gesagt: Das MIPS ist ein Anti-Rotations-System, das die Aufprallschale aus EPS ergänzt: Das EPS absorbiert den direkten Aufprall, das MIPS versucht, die Rotationskräfte bei schrägen Stößen zu reduzieren. Das eine ersetzt nicht das andere, und keines von beiden ersetzt die richtige Passform. Um Ihre Größe zu wählen, messen Sie den Kopfumfang mit einem Maßband einen Zentimeter über den Augenbrauen, vergleichen Sie mit der Größentabelle der Marke (die Größenangaben variieren je nach Hersteller) und prüfen Sie dann, ob der Helm sitzt, ohne zu verrutschen oder zu drücken, noch bevor Sie den Kinnriemen schließen.

Sie haben das Wesentliche bei der Wahl eines Helms verstanden und stellen sich nun die echten technischen Fragen: Wozu dient konkret das MIPS? Was ist der Unterschied zum EPS? Und vor allem, wie stellt man sicher, die richtige Größe zu wählen und den Helm richtig einzustellen? Dieser Leitfaden ist dafür da. Er ergänzt unseren umfassenden Leitfaden zur Wahl des Reithelms und geht dabei besonders auf zwei immer wiederkehrende Themen im Laden ein: Anti-Rotations-Technologien und die Anpassung. Bei Sellerie Bucéphale nehmen wir uns Zeit zum Anprobieren, Messen und Einstellen – hier ist unsere Methode.

MIPS, EPS: Wozu dient die Anti-Rotations-Schale?

Ein Reithelm besteht tatsächlich aus mehreren Elementen, die unterschiedliche Aufgaben haben. Um die richtige Wahl zu treffen, muss man verstehen, wer was macht.

Das EPS: der Schaum, der den Aufprall absorbiert

Unter der äußeren, harten Schale (oft aus ABS, einem widerstandsfähigen Kunststoff) befindet sich das eigentliche Sicherheitselement: eine Schicht aus EPS-Schaum (expandiertes Polystyrol, Expanded Polystyrene). Diese Schicht absorbiert die Energie eines Aufpralls durch Kompression. Daraus folgt ein wichtiger Grundsatz: Dieser Schaum verformt sich nur einmal. Nach einem Stoß, selbst ohne sichtbare Risse, hat er seine Funktion erfüllt und schützt nicht mehr auf dieselbe Weise – deshalb wird ein Helm nach einem Sturz mit Kopfaufprall immer ersetzt.

Das MIPS: Reduzierung der Rotationskräfte

Das MIPS (Multi-directional Impact Protection System) ist eine Anti-Rotations-Technologie. Konkret handelt es sich meist um eine dünne innere Schicht, die sich leicht verschieben kann (einige Millimeter) zwischen Kopf und Schale. Die physikalische Idee dahinter ist folgende: Im echten Leben fällt man selten genau senkrecht. Die meisten Stürze verursachen einen schrägen Aufprall, der eine Rotationsbewegung auf den Kopf überträgt. Das Prinzip von MIPS und ähnlichen Systemen ist es, diese leichte Verschiebung zu ermöglichen, um die übertragenen Rotationskräfte zu reduzieren, während EPS hauptsächlich den „direkten“ Aufprall abfängt.

Bleiben wir bei den Fakten. Wir beschreiben hier ein Funktionsprinzip, das von den Herstellern dieser Systeme hervorgehoben wird; die genauen Leistungen hängen von jedem Modell und seiner Zertifizierung ab. MIPS ist ein Zusatz, keine Garantie und vor allem kein Ersatz für einen konformen, gut sitzenden und richtig eingestellten Helm.

MIPS oder EPS: Es ist kein „entweder oder“

Das ist die häufigste Verwechslung. MIPS und EPS schließen sich nicht aus: Sie arbeiten zusammen. Jeder konforme Helm besitzt eine Absorptionsschale (EPS oder gleichwertiges Material); einige Modelle fügen zusätzlich ein Anti-Rotationssystem vom Typ MIPS hinzu. Zusammenfassung:

Element Funktion Was es bewältigt
Außenschale (ABS…) Steifigkeit, Durchstoßfestigkeit Verteilt den Aufprall, schützt vor Gegenständen
EPS-Schaum Energieabsorption Der „direkte“ Aufprall (Kompression)
Anti-Rotationssystem (MIPS, Äquivalente) Interne Verschiebung Rotationskräfte (schräge Aufprälle)

Lebensdauer: Altert das MIPS?

Die Lebensdauer eines Helms hängt nicht in erster Linie vom MIPS ab, sondern vom Gesamtpaket: Der Schaumstoff und die Materialien altern mit der Zeit, durch Schweiß und UV-Strahlung. Die Hersteller empfehlen in der Regel, einen Helm etwa 3 bis 5 Jahre nach seinem Herstellungsdatum (oft innen auf der Schale eingraviert) zu ersetzen und unmittelbar nach jedem starken Aufprall. Ein Helm mit einem Anti-Rotationssystem folgt derselben Logik: Lesen Sie immer die Anleitung des Modells und kaufen Sie niemals einen gebrauchten Helm, dessen Geschichte Sie nicht kennen.

Welche Größe? Wie misst man den Kopfumfang

Der beste Helm der Welt schützt nicht, wenn er nicht Ihre Größe hat. Die gute Nachricht: Das Messen des Kopfumfangs dauert nur eine Minute.

  1. Verwenden Sie ein flexibles Maßband (z. B. zum Nähen). Falls nicht vorhanden, eine Schnur, die Sie anschließend auf ein Lineal legen.
  2. Legen Sie das Maßband um den Kopf an der breitesten Stelle an: etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und über den Ohren.
  3. Das Maßband sollte waagerecht liegen, weder zu eng noch zu locker. Notieren Sie die Messung in Zentimetern.

Diese Messung ist Ihr Ausgangspunkt. Sie entspricht den von den Marken angegebenen Größen, meist in Zentimetern oder Buchstaben (XS, S, M, L). Achtung: die Entsprechungen variieren von Hersteller zu Hersteller — ein „M“ hat nicht bei allen Marken exakt denselben Wert. Zur groben Orientierung hier gängige Anhaltspunkte, die bei den von uns vertriebenen Helmen zu finden sind:

Kopfumfang Indikative Größe
48 – 52 cm XS (Kind / kleiner Kopf)
53 – 56 cm S
55 – 58 cm M
58 – 61 cm L

Anhaltspunkte nur zur Orientierung: Verlassen Sie sich immer auf die genauen Größentabellen des gewählten Modells. Viele Helme verfügen außerdem über ein Verstellrad hinten, das die Passform innerhalb einer Größe feinjustiert.

Schließlich bietet jede Marke neben dem Kopfumfang manchmal mehrere Kalottenformen an (rund, oval, schmal). Um Ihre Form zu bestimmen, schauen Sie sich Ihren Schädel von oben an: eine eher kreisförmige Kontur = runde Form, eine längliche Kontur von vorne nach hinten = ovale Form. Eine Kalotte, die zu Ihrer Form passt, schmiegt sich ohne Druckstellen an Stirn oder Schläfen an.

Überprüfung der richtigen Passform

Sobald der Helm auf dem Kopf sitzt, ermöglichen einige einfache Tests zu prüfen, ob er gut sitzt — noch bevor der Kinnriemen befestigt wird:

  • Er hält von allein. Neigen Sie den Kopf nach vorne und schütteln Sie ihn leicht: Der Helm darf ohne Kinnriemen weder verrutschen noch herunterfallen.
  • Er kippt nicht nach hinten. Er bleibt gut positioniert, vorne direkt über den Augenbrauen, ohne nach hinten zu rutschen oder auf die Augen zu fallen.
  • Er drückt nicht schmerzhaft. Der Halt ist fest und umschließend, aber ohne Druckstellen oder rote Abdrücke auf der Stirn nach einigen Minuten.
  • Kein Platz, um mehrere Finger zwischen Helmkalotte und Schädel zu schieben.

Dann folgt die Einstellung des Kinnriemens: Ist er geschlossen, sollten Sie ein bis zwei Finger zwischen Riemen und Kinn schieben können – weder zu locker (der Helm würde bei einem Aufprall verrutschen), noch zu eng (unangenehm). Das Gurtsystem (idealerweise mit 3 Punkten, deren Riemen sich beidseitig der Ohren treffen) muss die Ohren umrahmen, ohne sie zu bedecken. Ein korrekt eingestelltes und geschlossenes Gurtsystem ist übrigens bei FFE-Wettkämpfen vorgeschrieben.

Bei Unsicherheit zwischen zwei Größen oder Schalenformen ersetzt nichts das Anprobieren. Kommen Sie vorbei: Wir nehmen uns Zeit, damit Sie mehrere Modelle anprobieren und die ideale Passform finden.

Sicherheit und Normen: Vorsicht walten lassen

Unabhängig von der Technologie (MIPS oder nicht) ist die Grundlage die Konformität. In Europa ist ein Reithelm eine persönliche Schutzausrüstung: Er trägt die CE-Kennzeichnung gemäß der PSA-Verordnung (EU) 2016/425, gestützt auf eine Prüfungsnorm. Heute existieren mehrere Referenznormen – die Prüfungsnorm VG1 (VG1 01.040 2014-12), die EN 1384:2023 (die alte EN 1384 wurde 2014 zurückgezogen, eine Angabe „EN 1384“ ohne Jahreszahl ist allein nicht mehr aussagekräftig) oder anerkannte ausländische Normen wie PAS 015, ASTM F1163 oder Snell E2016.

Unser Rat ist einfach: überprüfen Sie das Etikett, das innen an der Schale eingenäht ist, sowie die aktuelle Zertifizierung des Modells, anstatt sich nur auf eine Norm zu verlassen. Die genaue Zertifizierung steht auf diesem Etikett und in der Herstelleranleitung; bei Zweifeln zu einem bestimmten Modell fragen Sie uns, wir bestätigen Ihnen die Herstellerinformationen. Und denken Sie daran: der Preis garantiert keine Sicherheit – ein konformer und gut sitzender Einsteigerhelm schützt; das Budget wirkt sich vor allem auf Komfort, Belüftung, Verarbeitung und Technologien aus.

Unsere Helme

Hier ist eine Auswahl an Helmen, die bei Sellerie Bucéphale erhältlich sind, vom Einsteigermodell bis zum fortgeschrittenen Modell. Preise, verfügbare Größen und Farben sind auf jeder Produktseite angegeben.

KEP Smart Nova Textile Helm mit Standard-Schild
KEP Smart Nova Textile Helm375,00 € Helm ansehen
ABUS Pikeur AirDuo Helm
ABUS Pikeur AirDuo Helmab 101,95 € Helm ansehen
ABUS Pikeur AirLuxe PURE Helm
ABUS Pikeur AirLuxe PURE Helm299,95 € Helm ansehen
BR Cross Country Helm
BR Cross Country Helm120,00 € Helm ansehen
Premiere Petite Shiny Reithelm für Kinder
Premiere Petite Shiny Helm (Kinder)56,00 € Helm ansehen
Keppy Kinderhelm KEP Italia
Keppy Kinderhelm175,00 € Helm ansehen

Auswahl nur als Richtwert: Modelle, Größen und Farben können sich ändern. Ob ein Anti-Rotations-System vorhanden ist, hängt vom jeweiligen Modell ab: siehe Produktbeschreibung und Herstelleranleitung oder fragen Sie uns.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen MIPS und EPS?

EPS ist der Schaumstoff, der den direkten Aufprall durch Kompression absorbiert: das Sicherheitsmaterial in jedem normgerechten Helm. MIPS ist eine zusätzliche Anti-Rotations-Technologie: eine innere Schicht, die sich leicht verschiebt, um Rotationskräfte bei schrägen Stößen zu reduzieren. Sie widersprechen sich nicht, sie ergänzen sich.

Ist MIPS unverzichtbar?

Es ist ein nützliches Extra, das darauf abzielt, schräge Stöße besser abzufangen. Es ersetzt jedoch keinen normgerechten, passenden und gut eingestellten Helm, der die Grundlage des Schutzes bleibt. Ein Helm ohne Anti-Rotation, der gut sitzt und zertifiziert ist, schützt.

Wie messe ich meinen Kopfumfang für einen Helm?

Messen Sie mit einem flexiblen Maßband den Kopfumfang an der breitesten Stelle, etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und Ohren. Notieren Sie die Zentimeterzahl und vergleichen Sie sie mit der Größentabelle der gewählten Marke, da die Größen je nach Hersteller variieren.

Wie erkenne ich, ob mein Helm gut sitzt?

Ohne Kinnriemen muss der Helm beim Neigen und Schütteln des Kopfes allein sitzen, ohne zu kippen oder zu verrutschen, mit festem Halt, aber ohne schmerzhaften Druckpunkt. Ist der Kinnriemen geschlossen, sollten Sie ein bis zwei Finger zwischen Riemen und Kinn schieben können.

Nach wie langer Zeit sollte man einen Helm mit MIPS wechseln?

Wie bei jedem Helm: etwa 3 bis 5 Jahre nach dem Herstellungsdatum (oft innen eingraviert) und sofort nach jedem starken Schlag auf den Kopf. Das Anti-Rotations-System ändert diese Regel nicht; siehe die Anleitung des Modells.

Ist ein teurerer Helm sicherer?

Nicht unbedingt. Solange ein Helm den Normen entspricht und gut sitzt, schützt er. Der Preis beeinflusst vor allem den Komfort, die Belüftung, das Gewicht, die Verarbeitung und Technologien wie Anti-Rotations- oder Einstellsysteme.

Brauchen Sie Hilfe beim Messen Ihres Kopfumfangs, bei der Wahl der Helmschale oder beim Einstellen Ihres Helms? Wir sind für Sie da.

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