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Gros plan sur un mors de cheval en acier inoxydable suspendu dans une sellerie Gros plan sur un mors de cheval en acier inoxydable suspendu dans une sellerie

Wie wählt man das richtige Gebiss? Der vollständige Leitfaden

Kurz gesagt: Das richtige Gebiss ist das, das das Maul Ihres Pferdes respektiert und zu Ihrem Handniveau passt. Zuerst schauen wir auf die Breite (Größe) und die Dicke des Mundstücks, dann auf die Form (gerade, einfach oder doppelt gebrochen), den Ringtyp (Trense, Olive, Nadeln, Aufzügel, Kandare) und schließlich das Material. Ein Gebiss korrigiert niemals eine schlechte Hand: Es begleitet die Arbeit, ersetzt sie aber nicht. Im Wettkampf legt die Regelung Ihrer Disziplin und Ihres Niveaus fest, welche Gebisse erlaubt sind – prüfen Sie das vor dem Kauf.

Ein Gebiss auszuwählen bedeutet nicht, das „sanfteste“ oder „strengste“ absolut zu suchen. Dasselbe Gebiss kann in einer leichten Hand angenehm und in einer harten Hand unangenehm sein. Bei Sellerie Bucéphale begleiten wir jede Woche Reiter, die vor der Vielzahl an Gebissen etwas ratlos sind: Hier ist unsere Schritt-für-Schritt-Denkweise, um das passende für Ihr Pferd zu finden.

Wozu dient das Gebiss und welche Familien gibt es?

Das Gebiss ist der Kontaktpunkt zwischen Ihrer Hand, den Zügeln und dem Maul des Pferdes. Es übermittelt eine Information – niemals einen dauerhaften Zwang. Seine Wirkung hängt von Form, Dicke, Material und Ringtyp ab. Man unterscheidet einige große Familien:

  • Das gerade Gebiss (oder wenig gebogen): Einfache und direkte Wirkung auf Barschen und Zunge. Modelle mit dickem, hohlem Mundstück verteilen den Druck auf eine größere Fläche.
  • Das einfach gebrochene Gebiss (Typ Verdun, Chantilly): Ein zentrales Gelenk. Es wirkt auf die Barschen und die Zunge mit einem leichten „Nussknacker“-Effekt, wenn beide Zügel gleichzeitig gezogen werden.
  • Das doppelt gebrochene Gebiss: Zwei Gelenke und ein mittleres Glied (Platte, Olive oder Rolle). Indem es den „Nussknacker“-Effekt des einfach gebrochenen Gebisses eliminiert, bietet es oft einen runderen Kontakt – aber seine Sanftheit ist nicht automatisch: Sie hängt vom mittleren Glied ab. Ein abgerundetes Glied oder eine flach liegende Platte mildert den Kontakt, während eine dünne, schräg gestellte Platte vom Typ Dr Bristol die Wirkung auf die Zunge verstärkt. Viele Pferde schätzen das doppelt gebrochene Gebiss, vorausgesetzt, man wählt das richtige Glied.
  • Das Olivengeschirr: Die festen olivenförmigen Ringe stabilisieren das Gebiss im Maul und begrenzen das Verrutschen, nützlich für junge Pferde oder solche, die dazu neigen, die Zunge herauszustrecken.
  • Das Nadelgebiss: Vertikale Schenkel, die die Lippen umrahmen und die Präzision seitlicher Hilfen verbessern, ohne Hebelwirkung.
  • Das Aufbissgebiss (Typ Aufzügel oder Gag) und das Pelham: Sie erzeugen eine Hebelwirkung und/oder eine Kette, also eine stärkere Wirkung. Nur für erfahrene Hände und spezifische Bedürfnisse geeignet.
  • Trensengebisse (mit Trensenzaum und Trensengebiss mit Schenkeln): Für fortgeschrittene Dressurreiterei reserviert, erfordern sie eine spezielle Ausbildung.
  • Das Hackamore: ein „gebissloser“ Zaum, der auf Nasenrücken und Genick wirkt – eine andere Logik, die mit Feingefühl gehandhabt werden muss.

Ein Hebel oder eine Kette erhöht die Wirkung der Hand: Je „stärker“ das Gebiss, desto mehr Feingefühl ist erforderlich. Die Strenge liegt nicht im Objekt, sondern in der Hand, die es benutzt.

Materialien: Metall, Gummi, Leder, Kunststoff

Das Material beeinflusst den Geschmack, die Speichelbildung, die Temperatur des Genicks im Maul und die Weichheit des Kontakts.

Material Charakter Für wen
Edelstahl Neutral, robust, pflegeleicht Der Klassiker, vielseitig einsetzbar
Kontaktlegierungen (Aurigan, Sensogan…) Fördern laut Herstellern das Kauen und die Speichelbildung Pferde mit trockenem Maul, Suche nach weichem Kontakt
Gummi / weicher Kunststoff Umhüllenderer Kontakt, oft dickeres Genick Empfindliche Mäuler, Anreiten, junge Pferde
Leder Sanft, erwärmt sich schnell im Maul Empfindliche Pferde – regelmäßige Pflege erforderlich

Die Angaben zur Wirkung („fördert das Kauen“, „aktiviert die Speichelbildung“) sind Herstellerangaben: Sie können bei der Auswahl helfen, aber jedes Pferd reagiert anders. Der beste Richter ist die Beobachtung Ihres Pferdes.

Dicke und Größe: das Maul messen

Dies ist der am häufigsten vernachlässigte, aber wichtigste Schritt für den Komfort.

Die Größe (Breite des Genicks) wird von einem Ring zum anderen gemessen. Ein zu breiter Gebissring wackelt und kneift die Mundwinkel; ist er zu schmal, drückt er die Lippen zusammen. Zur Messung: Legen Sie ein Lineal (oder ein dünnes Holzstück) quer über das Maul auf Höhe der Backenzähne, markieren Sie an beiden Seiten am Ausgang der Lippen und messen Sie den Abstand – diese Zahl entspricht bereits der zu bestellenden Größe. Der halbe Zentimeter Spielraum, den man auf jeder Seite erwähnt, ist einfach eine Komfortmarge (um die Mundwinkel nicht zu kneifen): eine Toleranz, kein Wert, der zur Berechnung hinzugefügt wird. Übliche Größen reichen von etwa 10 cm (Pony) bis 14,5 cm (großes Pferd). Bei Unsicherheit zwischen zwei Größen bevorzugen wir oft die etwas größere.

Die Dicke des Genicks wird je nach verfügbarem Platz im Maul gewählt: Ein Pferd mit einem „vollen“ Maul (dicke Zunge, flaches Gaumendach) fühlt sich mit einem dünnen Genick wohler, entgegen der verbreiteten Meinung, dass „dünn = streng“ bedeutet. Ein dickes Genick verteilt den Druck, kann aber zu wenig Platz bieten. Zur Orientierung spricht man von einem dünnen Genick bei etwa 12-16 mm und einem dicken Genick bei etwa 18-20 mm (je nach Hersteller variierende Werte). Auch hier gilt: beobachten und anpassen.

Einstellung: Eine gut sitzende Trense bildet eine oder zwei kleine Falten an den Mundwinkeln, ohne zu ziehen oder zu hängen. Es wird geprüft, dass keine Wolfszähne stören, und bei Zweifeln am Maul (Zahnpunkte, Geschwüre, Empfindlichkeit) sollte vor dem Gebisswechsel ein Tierzahnarzt oder Tierarzt das Maul kontrollieren.

Montagerichtung: Manche Gebisse sind nicht symmetrisch und müssen in einer bestimmten Richtung montiert werden, damit die Oliven oder beweglichen Ringe korrekt um das Maul liegen und so einen angenehmeren Kontakt für das Pferd bieten. Das gilt zum Beispiel für die Sprenger KK Ultra Gebisse, die wir verkaufen: In der Produktbeschreibung steht, dass „der auf allen KK Ultra Gebissen eingravierte Pfeil auf der linken Seite sein und nach vorne zeigen muss“. Andere Modelle von Sprenger oder anderen Herstellern können ähnliche Markierungen (Pfeil, Kennzeichnung, asymmetrische Form) haben. Bei Zweifeln zur Montagerichtung Ihres Gebisses konsultieren Sie immer die Herstelleranleitung oder fragen Sie Ihren Sattler vor dem Anlegen.

Regelwerk: Vorsicht geht vor

Die erlaubten Gebisse variieren je nach Disziplin, Niveau und Instanz (FFE national, FEI international), und die Regeln ändern sich. Daher geben wir hier keine Liste von „erlaubten“ oder „verbotenen“ Gebissen an: Die offiziellen Wettkampfregeln sind maßgeblich. Prüfen Sie vor einem Wettkampf immer die aktuellen Regeln Ihrer Disziplin und Kategorie – ein Gebiss, das im Verein erlaubt ist, kann auf höherem Niveau verboten sein und umgekehrt.

Grundsätzlich sollten Sie die allgemeinen Prinzipien im Kopf behalten: die gewünschte Wirkung (direkt oder mit Hebelwirkung), die Dicke, das Material und die Anzahl der Brüche reichen aus, um die meisten Alltagsentscheidungen zu treffen. Der Rest – Farbe, spezielle Materialien, besondere Gebisse – unterliegt den Vorschriften, nicht unseren Empfehlungen.

Unsere Gebisse

Ein Überblick über unsere Abteilung Gebisse, von Einsteigertrensen bis zu Sprenger-Modellen. Jede Kategorie hat ihre eigene Seite: Trensengebisse, Olivengebisse, Nadelgebisse, Zügeltrensen, Zaumzeuggebisse und Hackamore.

Verdun-Gebiss einfach gebrochen aus Edelstahl Harry's Horse
Verdun-Gebiss einfach gebrochen aus Edelstahl33,00 €Ansehen
Gebiss doppelt gebrochen aus Edelstahl
Gebiss doppelt gebrochen aus Edelstahl27,00 €Ansehen
Olivengebiss mit großen hohlen Rohren Harry's Horse
Olivengebiss mit großen hohlen Rohren30,00 €Ansehen
Gebiss mit Nadeln und Oliven
Gebiss mit Nadeln und Oliven33,00 €Ansehen
Zügeltrense aus Edelstahl mit Vollrohr
Zügeltrense Edelstahl Vollrohrab 10,00 €Ansehen
Gebiss mit Oliven für Zaumzeug
Gebiss mit Oliven für Zaumzeugab 21,00 €Ansehen
Trense 2 Ringe feine Rohre Sprenger KK Ultra Sensogan doppelt gebrochen
Sprenger KK Ultra Zaumzeug mit doppeltem Gebiss, dünne Mundstückeab 152,00 €Ansehen
Sprenger KK Ultra Sensogan Universalggebiss
Sprenger KK Ultra Universalggebiss188,90 €Ansehen
Sprenger Hackamore
Sprenger Hackamore100,70 €Ansehen

Das KK Ultra Zaumzeug ist übrigens ein doppeltes Gebiss mit profiliertem mittlerem Glied, das die Zunge entlastet. Entdecken Sie auch die gesamte Sprenger Gebiss-Kollektion und die Gebiss-Zubehör (Gourmetten, Gourmetten-Schoner, Ringe). Preisangaben sind Richtwerte und können sich ändern.

Unsicher bezüglich Größe oder Typ? Sprechen wir persönlich darüber.

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FAQ

Wie erkenne ich, ob mein Gebiss die richtige Größe hat?

Richtig platziert ragt das Gebiss etwa einen halben Zentimeter auf jeder Seite über die Mundwinkel hinaus und bildet eine oder zwei kleine Falten an den Lippenwinkeln, ohne zu ziehen. Dieser halbe Zentimeter ist eine Komfortzone, kein Wert, der beim Messen hinzugefügt werden muss. Wenn es wackelt, kneift oder drückt, muss die Größe oder der Nasenriemen angepasst werden.

Ist ein dünnes Gebiss zwangsläufig strenger?

Nicht unbedingt. Die Dicke wird nach dem verfügbaren Platz im Maul gewählt: Ein Pferd mit dicker Zunge oder niedrigem Gaumen fühlt sich mit einem dünnen Mundstück oft wohler. Die Strenge hängt vor allem von der Form, dem eventuellen Hebeleffekt und der Hand des Reiters ab.

Einfaches oder doppeltes Gebiss?

Das einfache Gebiss hat eine direktere Wirkung und einen leichten Kneifeffekt, wenn beide Zügel gleichzeitig wirken. Das doppelte Gebiss eliminiert diesen „Nussknacker“-Effekt durch sein mittleres Glied, aber seine Sanftheit ist nicht automatisch: Sie hängt vom Glied ab. Ein abgerundetes Glied oder eine flache Platte mildert, während eine Platte vom Typ Dr Bristol die Wirkung auf die Zunge verstärkt. Oft ist es eine Frage des individuellen Komforts.

Wie weiß ich, in welche Richtung ich mein Gebiss einlegen soll?

Einige Gebisse, insbesondere solche mit Oliven oder beweglichen Ringen, sind nicht symmetrisch und haben eine Montage-Markierung (oft ein eingravierter Pfeil): Das ist bei den Sprenger KK Ultra der Fall, deren Anleitung angibt, dass der Pfeil auf der linken Seite nach vorne zeigen muss. Prüfen Sie immer das Produktblatt oder die Herstelleranleitung oder fragen Sie im Geschäft nach, wenn Sie unsicher sind.

Welches Gebiss ist im Wettkampf erlaubt?

Das hängt von Ihrer Disziplin, Ihrem Niveau und der Instanz ab (FFE national, FEI international), und die Vorschriften ändern sich. Wir veröffentlichen keine Liste: Prüfen Sie immer die aktuelle offizielle Regelung Ihres Wettbewerbs, bevor Sie kaufen oder teilnehmen.

Kann ein härteres Gebiss ein ziehendes Pferd korrigieren?

Ein Gebiss korrigiert keinen Fehler in der Handhabung und kein Pferd, das zieht: Es kann die Situation sogar verschlimmern, indem es Abwehrverhalten hervorruft. Suchen Sie zuerst die Ursache (Rücken, Maul, Zähne, Ausbildung, Gleichgewicht) mit einem Fachmann und lassen Sie das Maul von einem Pferdezahnarzt oder Tierarzt kontrollieren.

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