Die Wahl der Reithandschuhe: Saison, Material und Größe
Die Hände sind unser erster Kontaktpunkt mit dem Pferd über die Zügel. Ein gut gewählter Handschuh schützt vor Blasen, Kälte und Lederreibung und bewahrt gleichzeitig die Feinheit des Kontakts. Bei Sellerie Bucéphale sehen wir viele Reiter, die unsicher sind zwischen einem im Winter zu warmen Sommermodell oder einem zu dicken Handschuh, der die Empfindungen dämpft. Hier erfahren Sie, wie Sie den Überblick behalten.
Nach Saison und Verwendung
Das wichtigste Kriterium ist die Saison. Im Sommer bevorzugt man einen dünnen und atmungsaktiven Handschuh: luftdurchlässiges Mesh, belüfteter Handrücken, leichtes Material, das Schweiß ableitet. Die Hand bleibt trocken und der Zügelkontakt direkt.
Im Winter sucht man das Gegenteil: einen warmen Handschuh, gefüttert (Fleece, Thinsulate oder Ähnliches je nach Marke), manchmal winddicht oder wasserabweisend für Trainingseinheiten bei Regen oder im Freien. Einige Modelle gehen bis zur Fäustling für besonders kälteempfindliche Hände – aber der Fäustling verringert den feinen Kontakt mit den Zügeln: Er ist zum Aufwärmen oder für kalte Hände in Ruhe gedacht, nicht für präzises Arbeiten oder junge Pferde. Der Kompromiss, auf den man achten muss: Je wärmer, desto dicker, also verliert man etwas an Feingefühl im Kontakt.
Für den Wettbewerb ist der Handschuh nicht nur eine Frage der Ästhetik. Im Dressurreiten ist das Tragen von Handschuhen verpflichtend (FFE-Regelung seit September 2024). Die Farbe ist nicht vorgeschrieben, aber ein weiß- oder hellfarbiger Ton wird von der Jury geschätzt, da er die Hände des Reiters besser sichtbar macht – ein Vorteil, wenn die Qualität des Kontakts bewertet wird. Man wählt daher schlichte Handschuhe, oft schwarz oder weiß, manchmal aus Leder oder mit Strass verziert. Beachten Sie stets die jeweilige Regelung Ihrer Disziplin, um die genauen Vorschriften zu kennen (Springreiten und Vielseitigkeit haben eigene Regeln). Der Schnitt bleibt eng anliegend für Eleganz im Viereck. Ein Vereins- oder Freizeitreiter kann sich mit einem ganzjährigen Allroundmodell begnügen.
Entdecken Sie alle unsere Modelle in der Kollektion Handschuhe.
Materialien und Griffigkeit
Zwei große Materialfamilien:
| Material | Vorteile | Zu wissen |
|---|---|---|
| Synthetisch (Nylon, Spandex, Mesh) | Leicht, geschmeidig, atmungsaktiv, oft maschinenwaschbar, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Ideal für Sommer und den täglichen Gebrauch; Lebensdauer variiert je nach Qualität |
| Leder (Kalb, beschichtetes Kunstleder) | Edles Gefühl, exzellenter Halt an den Zügeln, langlebig | Teurer, benötigt minimale Pflege, weniger atmungsaktiv |
Die Griffigkeit ist entscheidend: Viele Handschuhe haben eine Handinnenfläche aus Silikon oder beschichtetem Kunstleder (Grip-Technologien je nach Marke), um die Zügel auch bei Nässe sicher zu halten, ohne fest zupacken zu müssen. Ein guter Grip hilft, rutschige oder nasse Zügel zu halten, ohne die Hand zu verkrampfen. Prüfen Sie auch, ob ein Touchscreen-fähiger Zeigefinger („touch“) vorhanden ist, wenn Sie während des Reitens Ihr Telefon oder eine Stoppuhr bedienen möchten: Immer mehr Modelle sind damit ausgestattet.
Die richtige Größe wählen
Ein zu großer Handschuh wirft Falten und verliert den Kontakt; ein zu kleiner drückt und nutzt sich schnell an den Nähten ab. Um Ihre Größe zu finden, messen Sie den Umfang Ihrer Hand an der breitesten Stelle (direkt unter den Gelenken, ohne Daumen) mit einem Maßband. Notieren Sie den Handumfang in Zentimetern und wandeln Sie ihn anhand der Größentabelle der jeweiligen Marke um, da die Größen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sind: Bei Rœckl entspricht die empfohlene Größe oft 0,5 kleiner als die Rohmessung.
Der Handschuh sollte wie eine zweite Haut sitzen, ohne die Fingerbeweglichkeit einzuschränken. Sehen Sie unsere speziellen Größentabellen an:
Tipp: Messen Sie am Ende des Tages, wenn die Hände leicht angeschwollen sind, um einen zu engen Handschuh zu vermeiden.
Pflege je nach Material
Synthetische Handschuhe werden meist bei niedriger Temperatur in der Maschine im Wäschenetz ohne Weichspüler und ohne Trockner gewaschen (da Elasthan und Grip beschädigt werden); Lufttrocknung. Handschuhe mit Strass werden von Hand oder im Netz gewaschen, niemals im Trockner.
Handschuhe aus Leder dürfen nicht in die Maschine: Abwischen und dann langsam an der Luft trocknen lassen nach Regen, bei Raumtemperatur und niemals in der Nähe eines Heizkörpers oder einer anderen direkten Wärmequelle (Leder wird hart und rissig, wenn es zu schnell trocknet). Regelmäßig mit einer passenden Pflege behandeln, damit sie geschmeidig bleiben. Beachten Sie immer die Pflegehinweise des Herstellers auf dem Etikett.
Unsere Reithandschuhe
Auswahl verfügbarer Modelle. Richtpreise können sich ändern.
Sommer und Zwischensaison — dünn und atmungsaktiv
Winter – warm und winddicht
Wettbewerbe und Leder
Mehrere Roeckl-Modelle sind in weiß erhältlich (Millero, aber auch Vesta Roeck-Grip und Roeck-Grip Lite je nach Lagerbestand) – praktisch für das Dressurreiten, wo Weiß von der Jury geschätzt wird.
Unsicher zwischen zwei Größen oder Modellen? Wir beraten Sie im Geschäft.
Termin vereinbarenAlle Handschuhe ansehenHäufige Fragen
Wie messe ich meine Reithandschuhgröße?
Messen Sie den Umfang Ihrer Hand an der breitesten Stelle (direkt unter den Gelenken, ohne Daumen) mit einem Maßband, notieren Sie die Länge in Zentimetern und wandeln Sie sie anhand der Größentabelle der gewählten Marke in die passende Größe um. Die Größen variieren je nach Hersteller (bei Roeckl oft eine halbe Größe kleiner als das Rohmaß).
Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterhandschuhen?
Der Sommerhandschuh ist dünn und atmungsaktiv, um Schweiß abzuleiten. Der Winterhandschuh ist gefüttert und warm, manchmal winddicht oder wasserabweisend, dafür etwas dicker.
Leder oder Synthetik: Was soll ich wählen?
Synthetik ist leicht, atmungsaktiv, oft maschinenwaschbar und günstiger. Leder bietet eine edle Haptik, hervorragenden Griff an den Zügeln und eine gute Haltbarkeit, benötigt aber etwas Pflege und ist weniger atmungsaktiv.
Sind Handschuhe bei Wettbewerben Pflicht?
Im Dressurreiten ja: Das Tragen von Handschuhen ist Pflicht (FFE-Regelung seit September 2024). Die Farbe ist nicht vorgeschrieben, aber Weiß oder eine helle Farbe wird von der Jury geschätzt, da sie die Hände besser sichtbar macht. Andere Disziplinen (Springen, Vielseitigkeit) haben ihre eigenen Regeln: Informieren Sie sich immer über die geltenden Vorschriften Ihrer Disziplin.
Verliert man mit dünnen Handschuhen den Kontakt zum Pferd?
Im Gegenteil: Ein gut sitzender und nicht zu dicker Handschuh bewahrt die Feinheit des Kontakts und schützt gleichzeitig die Hand. Vor allem zu dicke Handschuhe (sehr warme Handschuhe, Fäustlinge) verringern das Gefühl.
Wie pflegt man seine Handschuhe?
Synthetische Modelle werden in der Regel bei niedriger Temperatur im Schonwaschgang ohne Weichspüler und ohne Trockner gewaschen. Leder wird abgewischt, trocknet langsam an der Luft fern von Wärmequellen und wird regelmäßig gepflegt. Folgen Sie stets den Angaben des Herstellers.