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Entretien d'une selle en cuir marron avec baume et chiffon dans un atelier de sellerie Entretien d'une selle en cuir marron avec baume et chiffon dans un atelier de sellerie

Pflege des Leders Ihrer Ausrüstung: Stiefel, Sattel und Lederteile

Kurz gesagt: Leder wird zuerst gereinigt, an der Luft fern von Wärmequellen getrocknet und dann gepflegt, wenn es nötig ist. Pflegen (Balsam, Fett) macht es geschmeidig und rehydriert; Schützen/Imprägnieren (spezifisches Fett, Imprägnierung) ist ein anderer Schritt, der je nach Nutzung gewählt wird. Bei Sellerie Bucéphale helfen wir Ihnen, die passende Seife, den Balsam und das Set für Ihre Stiefel, Ihren Sattel und Ihr Leder auszuwählen.

Leder ist ein lebendiges Material. Reitstiefel, Sattel, Zaumzeug, Zügel oder Gurt: All diese Leder arbeiten im Kontakt mit Pferdeschweiß, Regen, Staub und Reibung. Ohne Pflege trocknet Leder aus, reißt und verliert seine Geschmeidigkeit. Gut gepflegt gewinnt es an Komfort, Sicherheit und hält viele Jahre.

Wir bieten Ihnen hier eine einfache und vorsichtige Routine, die für die meisten Ihrer Reiterleder geeignet ist. Es geht nicht darum, Stunden zu investieren, sondern sich an die richtigen Handgriffe zu gewöhnen und den Moment zu erkennen, in dem das Leder wirklich Pflege braucht.

Neues Leder ist nicht sofort einsatzbereit

Leder, das aus der Fabrik kommt, ist oft trocken: Es wurde transportiert, gelagert, manchmal mehrere Monate. Vor der ersten Benutzung reinigen Sie es sanft und geben ihm eine erste Pflege. Diese Maßnahme rehydriert die Fasern und verhindert Risse an den Faltstellen (Rückseite der Stiefelknie, Sattelseiten, Beschläge) schon bei den ersten Einsätzen. Auch neues Zaumzeug oder Zügel profitieren davon, vor dem Auflegen auf das Pferd geschmeidig gemacht zu werden.

Schritt 1: Reinigen

Vor jeder pflegenden Behandlung muss das Leder sauber sein. Schmutziges Leder, das direkt gepflegt wird, schließt den Schmutz ein und nimmt die Produkte nicht richtig auf. Entfernen Sie zuerst Staub und Rückstände mit einem leicht feuchten, weichen Tuch, dann verwenden Sie eine Seife oder einen speziellen Lederreiniger.

Glycerinseife ist der Klassiker im Sattlerhandwerk: Sie reinigt sanft und hinterlässt einen leichten Film, der hilft, die Geschmeidigkeit zu bewahren. Tragen Sie sie mit einem kaum feuchten Schwamm auf, ohne das Leder zu durchnässen, und wischen Sie den Überschuss ab. Für Zaumzeug oder Zügel kann ein Reinigungsspray im Alltag Zeit sparen.

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Nach der Reinigung das Leder immer an der Luft trocknen lassen, bei Raumtemperatur und fern von Heizkörpern, Föhns oder direkter Sonne: Direkte Hitze lässt das Leder hart und spröde werden.

Schritt 2: pflegen (geschmeidig machen und rehydrieren)

Ist das Leder sauber und trocken, kommt die pflegende Behandlung. Balsame und Fette rehydrieren die Fasern und stellen die Geschmeidigkeit wieder her: Das ist ihre Aufgabe und der zentrale Schritt der Lederpflege. Tragen Sie eine dünne Schicht mit einem weichen Tuch oder Pinsel auf, besonders auf die Stellen, die sich biegen (Stiefelfalten, Beschläge, Rückseite der Knie). Lassen Sie es einziehen und polieren Sie dann mit einem sauberen Tuch.

Mehrere leichte Anwendungen sind besser als eine dicke Schicht. Bei Stiefeln kann eine farbige Creme den Farbton auffrischen und Mikrokratzer kaschieren, während sie pflegt.

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Vorsicht vor Überfettung

Pflegen „wenn das Leder spannt oder sich trocken anfühlt“, nicht nach Kalender. Zu viel Fett macht das Leder nicht widerstandsfähiger: Im Gegenteil, es macht das Leder weich und greift die Nahtfäden an. Bei Zügeln oder Steigbügelriemen wird zu fettiges Leder rutschig und schwächt es – das ist ein echtes Sicherheitsproblem. Kurz gesagt: weniger, aber besser.

Schützen und imprägnieren: ein eigener Schritt

Pflegen heißt nicht imprägnieren. Ein pflegender Balsam rehydriert das Leder, schafft aber keine echte Barriere gegen Wasser: Er ersetzt kein Schutzprodukt. Wenn Ihr Leder stark Regen und Schlamm ausgesetzt ist (Geländestiefel, Außenleder), ergänzt eine spezielle Fettcreme oder ein spezielles Imprägniermittel nach der Reinigung und Pflege das Leder, um die Wasseraufnahme zu begrenzen.

Nur für Leder, das es wirklich braucht: Auf Kontaktleder oder Zügeln würde eine dicke Fettschicht den Griff rutschig machen. Brauchen Sie Klarheit über das richtige Produkt? Stöbern Sie in unserer Abteilung Lederpflege oder fragen Sie uns um Rat.

Wettkampf-Finish: der Glanzlack

Ein Lack wie der Supershine von Absorbine ist keine pflegende Behandlung: Es handelt sich um ein kosmetisches Finish, das eine glänzende Schicht auf der Oberfläche hinterlässt, um auf dem Platz ein makelloses Ergebnis zu erzielen. Er pflegt nicht und ersetzt niemals die Pflegestufe – tragen Sie ihn auf ein bereits sauberes und gepflegtes Leder auf.

Zu vermeiden auf Kontaktleder (Zügel, Innenseiten der Backenstücke, Griffe): Der Film macht die Oberfläche rutschig. Nur für dekorative Bereiche reservieren, am Tag vor dem Wettkampf.

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Besonderes Leder: Nubuk, Wildleder und helles Leder

Nicht alle Leder werden gleich behandelt:

  • Nubuk und Wildleder (einige Stiefel, Vorderblätter): Diese werden nicht mit Seife gereinigt und nicht gefettet. Seife und Fett drücken das Velours platt und hinterlassen Flecken. Sie werden trocken gepflegt, mit einer spezial Bürste für Nubuk/Wildleder und bei Bedarf mit einem speziellen Spray.
  • Helles Leder (helles Havanna, Weiß, Natur): Bevorzugen Sie farblose Produkte. Gefärbte Fette oder Cremes können die Farbe ungleichmäßig verdunkeln oder Flecken verursachen.

Schimmel: grüne oder weiße Flecken

Leder, das in einem feuchten oder schlecht belüfteten Raum gelagert wird, kann grüne oder weißliche Flecken bekommen: Das ist Schimmel. Der Reflex:

  • Wischen Sie mit einem Tuch ab (wenn möglich draußen, um Sporen nicht zu verbreiten), mit etwas verdünntem weißem Essig im Wasser.
  • Lassen Sie es an der Luft trocknen, fern von jeder Wärmequelle.
  • Reinigen und dann pflegen, um die Geschmeidigkeit wiederherzustellen.

Die beste Vorsorge ist Prävention: eine gut belüftete Lagerung, trocken, lichtgeschützt, ohne luftdichte Hülle, die Feuchtigkeit einschließt.

Nähte bei jeder Reinigung überprüfen

Das ist die Sicherheitsmaßnahme, die man vergisst. Kontrollieren Sie bei jeder Reinigung die Nähte der Steigbügelriemen, des Gurtbands und der Zügel: Das sind die Teile, die Zugbelastungen ausgesetzt sind. Ein Faden, der weiß wird, ausfranst oder sich dehnt, kündigt eine Schwachstelle an. Überschüssiges Fett greift genau diesen Faden an: Ein weiterer Grund, das Leder nicht mit Fett zu ertränken.

Irrtümer: Was man NICHT auf seinem Leder verwenden sollte

Mangels eines passenden Produkts zur Hand neigt man manchmal dazu, mit dem zu improvisieren, was man in der Hausapotheke oder in der Küchenschublade hat. Zwei häufige Reflexe verdienen eine Warnung:

Die Nivea-Creme (oder jede andere kosmetische Gesichts-/Körpercreme)

Diese Cremes sind für die Haut formuliert, nicht für Sattel- oder Zaumleder. Sie hinterlassen oft einen fettigen Film auf der Oberfläche, der die Struktur der Fasern langfristig nicht pflegt: Sie sind nicht dafür gedacht, dickes und beanspruchtes Leder wie das einer Sattel- oder Stiefelleder zu nähren. Bei regelmäßiger Anwendung zu vermeiden, zugunsten eines Produkts, das speziell für Reitleder entwickelt wurde.

Olivenöl

Sie kann gelegentlich sehr trockenes Leder geschmeidig machen, ist aber nicht für dauerhaften Gebrauch gedacht: Pflanzenöl wird mit der Zeit ranzig, was unangenehme Gerüche verursachen und das Leder schädigen kann. Es neigt auch dazu, die Poren des Leders zu verstopfen und die Farbe unwiderruflich zu verdunkeln. Es ist kein Pflegeprodukt, das für wiederholte Anwendung über längere Zeit gedacht ist.

In beiden Fällen besteht nicht die Gefahr, dass ein einzelner Vorfall das Leder sicher beschädigt, sondern dass diese Notlösungen bei regelmäßiger Anwendung die Geschmeidigkeit, das Aussehen oder die Farbe des Leders beeinträchtigen, ohne es wirklich zu pflegen. Eine für Leder entwickelte Seife und ein Balsam, die so formuliert sind, dass sie nähren, ohne zu verkleben oder ranzig zu werden, bleiben die verlässliche Wahl, um Stiefel, Sattel und Leder langfristig zu erhalten.

All-in-One-Sets

Keine Lust, Ihre Pflegeset Stück für Stück zusammenzustellen? Ein Pflegeset vereint das Wesentliche in einer Box, ideal zum Start oder als Geschenk. Ein Applikationspinsel ergänzt das Set sinnvoll für eine saubere und gleichmäßige Anwendung.

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Die Routine: nach Gefühl, nicht nach Kalender

Es ist nicht nötig, jedes Mal alles zu machen oder einem festen Rhythmus zu folgen. Der beste Anhaltspunkt ist das Leder selbst: Man reinigt, wenn es schmutzig ist, und pflegt, wenn es sich gespannt oder trocken anfühlt. Hier sind Richtwerte, die Sie an Ihre Nutzung und das Wetter anpassen können:

Merkmal Handgriff
Nach einer intensiven Einheit Staub und Schweiß mit einem leicht feuchten, weichen Tuch abwischen
Schmutziges Leder (oft wöchentlich) Reinigung von Zaumzeug, Zügeln und Sattel mit Glycerinseife
Leder fühlt sich beim Anfassen gespannt an Pflege mit Balsam, dünn aufgetragen, auf sauberem und trockenem Leder
Leder, das Regen/Schlamm ausgesetzt ist Schutz/Imprägnierung zusätzlich nach der Pflege
Vor längerer Einlagerung Komplette Reinigung, Pflege, trocken, luftig und lichtgeschützt lagern

Zu vermeidende Handlungen:

  • Leder durchnässen: Produkte auf einen Schwamm oder ein Tuch auftragen, niemals mit viel Wasser.
  • In der Nähe einer Wärmequelle trocknen (Heizkörper, Föhn, direkte Sonne): das Leder wird hart und rissig.
  • Leder pflegen, das noch schmutzig oder feucht ist: die Pflege schließt dann den Schmutz ein.
  • Überfetten: eine zu dicke Schicht macht das Leder weich, greift die Nahtfäden an und macht die Zügel rutschig.
  • Nubuk / Wildleder einseifen oder einfetten: nur spezielle Bürste verwenden.
  • Glanzlack auf Kontaktleder oder Zügel auftragen: es wird rutschig.
  • Verwenden Sie eine kosmetische Creme (z. B. Nivea) oder Olivenöl als Ersatz für eine echte Lederpflege: Wirkung nicht dauerhaft, im Gebrauch sogar kontraproduktiv.

Durchnässte Stiefel? Stopfen Sie sie mit zerknülltem Zeitungspapier (oder einem Schusterleisten) aus, damit sie beim Trocknen an der Luft ihre Form behalten, und reinigen und pflegen Sie sie, sobald sie trocken sind.

Unsicher, welches Produkt für Ihr Leder geeignet ist?

Wir nehmen uns Zeit, um mit Ihnen im Geschäft oder nach Terminabsprache zu sprechen.

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FAQ

Wie oft sollte man sein Leder pflegen?

Es gibt keinen festen Rhythmus: Pflegen Sie, wenn das Leder spannt oder sich trocken anfühlt, nicht nach Kalender. Nach intensiven Einsätzen abwischen und bei Verschmutzung mit Seife reinigen sind die Basis; die Pflege kommt je nach Nutzung und Feuchtigkeit hinzu. Zu viel Fett ist kontraproduktiv.

Macht der Balsam das Leder wasserabweisend?

Nein. Ein Balsam pflegt und macht geschmeidig, bildet aber keine echte Barriere gegen Wasser. Um Leder, das stark Regen ausgesetzt ist, zu schützen, verwenden Sie zusätzlich eine spezielle Fettcreme oder ein Imprägniermittel nach der Pflege.

Ersetzt Glanzlack die Pflege?

Niemals. Ein Lack wie Supershine ist eine kosmetische Oberfläche: Er legt einen glänzenden Film für den Wettkampf auf, ohne zu pflegen. Tragen Sie ihn auf bereits sauberes und gepflegtes Leder auf und vermeiden Sie ihn auf Zügeln und Kontaktleder, da er die Oberfläche rutschig macht.

Kann man Nivea-Creme oder Olivenöl auf Sättelleder verwenden?

Das wird bei regelmäßiger Anwendung nicht empfohlen. Diese Produkte sind nicht für Sättelleder formuliert: Kosmetikcreme hinterlässt einen Film, der die Lederstruktur langfristig nicht pflegt, und Olivenöl wird ranzig, verstopft die Poren und kann die Farbe dauerhaft verdunkeln. Bevorzugen Sie Seife und Balsam, die speziell für Leder entwickelt wurden.

Mein Leder ist nass geworden, was tun?

Überschüssiges Wasser mit einem Tuch abtupfen (stopfen Sie die Stiefel mit Papier aus, damit sie ihre Form behalten), dann an der Luft trocknen lassen, fern von Wärmequellen. Nach dem Trocknen reinigen und pflegen, um das Austrocknen auszugleichen.

Wie behandelt man Schimmelflecken?

Mit einem Tuch und etwas verdünntem weißen Essig abwischen, an der Luft trocknen lassen, dann reinigen und pflegen. Um ein Wiederauftreten zu vermeiden, lagern Sie das Leder trocken an einem gut belüfteten Ort, ohne luftdichte Hülle.

Kann man für alle Leder dieselben Produkte verwenden?

Viele Produkte eignen sich für verschiedene Reitsättelleder, aber nicht alle: Nubuk- und Wildleder werden weder mit Seife gereinigt noch gefettet (Spezialbürste), und helle Leder benötigen farblose Produkte. Überprüfen Sie die Herstellerangaben und testen Sie an einer unauffälligen Stelle. Im Zweifelsfall fragen Sie uns um Rat.

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