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Trousse de premiers secours ouverte pour cheval, avec compresses et antiseptique Trousse de premiers secours ouverte pour cheval, avec compresses et antiseptique

Kleine Wunden beim Pferd: die richtigen Maßnahmen und das Erste-Hilfe-Set

Kurz gesagt: Bei einer kleinen oberflächlichen Wunde (Kratzer, Schürfwunde, kleine Schnittwunde ohne starke Blutung) genügen drei Schritte: reinigen mit klarem Wasser oder physiologischer Kochsalzlösung, um Erde und Schmutz zu entfernen, desinfizieren mit einem geeigneten Antiseptikum und dann die Stelle schützen. Man hält immer einen Erste-Hilfe-Kasten bereit und aktuell. Eine tiefe, klaffende, stark blutende Wunde, die nahe an einem Gelenk oder Auge liegt, erfordert jedoch sofortige tierärztliche Behandlung: Wenn sie genäht werden muss, wird nichts aufgetragen und zuerst der Tierarzt gerufen. Auch die Tetanus-Impfung sollte überprüft werden.

Ein Pferd verletzt sich schnell: ein Zaunpfahl, eine Boxentür, ein Stein auf der Koppel. Meist handelt es sich um kleine, ungefährliche Wunden, die man selbst reinigen und beobachten kann. Bei Sellerie Bucéphale sind wir überzeugt, dass ein gut ausgerüsteter und ruhiger Reiter in den ersten Minuten den Unterschied macht. Hier unsere Orientierungshilfen für die tägliche Erstversorgung kleiner Wunden – und ebenso wichtig, um zu erkennen, wann der Tierarzt eingeschaltet werden muss.

Dieser Leitfaden gilt nur für die Erstversorgung kleiner Wunden. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung und stellt keine Behandlungsvorschrift dar.

Die Grundmaßnahmen: reinigen, desinfizieren, schützen

Bei einer kleinen oberflächlichen Wunde geht man methodisch und ohne Hast vor. Zuerst wäscht man sich gründlich die Hände (oder verwendet ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel), um keine zusätzlichen Verunreinigungen einzubringen.

Vor jeglicher Maßnahme — Wunde möglicherweise zu nähen: Wenn die Wunde tief, klaffend oder stark blutend ist (sie könnte Nähte benötigen), nichts auftragen: weder Spray, noch Creme, noch Pulver. Diese Produkte kontaminieren die Wundränder und erschweren das Nähen. Rufen Sie zuerst den Tierarzt an und beschränken Sie sich, falls nötig, darauf, mit einem sauberen Kompressenverband Druck auszuüben, um die Blutung zu stoppen.

1. Reinigen. Die Wunde wird mit klarem Wasser (vorzugsweise lauwarm) oder mit physiologischer Kochsalzlösung abgespült, entweder mit einem sanften Strahl oder unter leichtem Druck, um Erde, Sand, Haare und Schmutzpartikel zu entfernen. Ein getränkter Kompressenverband ist ebenfalls geeignet. Man reinigt von der Mitte nach außen, ohne aggressiv zu reiben. Ziel ist eine saubere Wunde, eine unverzichtbare Voraussetzung für jede weitere Behandlung.

2. Desinfizieren. Sobald die Wunde sauber ist, trägt man ein antiseptisches Mittel auf, das für Pferde geeignet ist (zum Beispiel eine Lösung auf Basis von Povidon-Iod). Man beachtet die Gebrauchsanweisung des Herstellers: eventuelle Verdünnung, Einwirkzeit, Häufigkeit. Es wird vermieden, mehrere Produkte miteinander zu mischen.

3. Schützen. Je nach Lage schützt man die oberflächliche Stelle, um sie sauber zu halten: ein Schutzspray (z. B. Aluminiumspray) bildet einen Film, oder eine Kompresse hält einen Verband an einem Bein. An einem Huf hält ein spezieller Pflegestiefel den Verband trocken. In jedem Fall überwacht man die Wunde täglich: sich ausbreitende Rötung, Schwellung, Hitze, Ausfluss oder Lahmheit sollten alarmieren.

Niemals tun:
  • kein Alkohol oder Wasserstoffperoxid auf offene Wunden: sie schädigen das Gewebe und verzögern die Heilung;
  • nichts ins Auge oder in die Nähe (Produkt, Spray, Creme) ohne tierärztlichen Rat;
  • kein Wattebausch, der direkt in die Wunde fällt;
  • keine für das Tier ungeeigneten Produkte, keine Selbstmedikation mit Humanmedikamenten, keine improvisierten Dosierungen.
Bei jedem Zweifel an der Schwere oder dem Verlauf rufen Sie den Tierarzt.

Wann Sie den Tierarzt rufen sollten

Bestimmte Situationen gehen über die kleinen Erste-Hilfe-Maßnahmen hinaus und erfordern unverzüglich eine professionelle Einschätzung. Es ist besser, umsonst anzurufen, als eine Notfallsituation zu übersehen.

Kontaktieren Sie sofort den Tierarzt, wenn:
  • die Wunde ist tief, groß oder zerrissen oder zeigt Unterhautgewebe;
  • sie blutet stark oder die Blutung hört nicht auf;
  • sie könnte genäht werden müssen (tief, klaffend): in diesem Fall nichts auftragen und zuerst anrufen;
  • sie befindet sich in der Nähe eines Gelenks, einer Sehne, des Auges oder eines Nasenlochs;
  • ein Fremdkörper steckt in der Wunde (nicht selbst entfernen, wenn er tief sitzt);
  • das Pferd hinkt, wirkt abgeschlagen oder die Stelle schwillt an und wird heiß;
  • Anzeichen einer Infektion auftreten (Eiter, schlechter Geruch, sich ausbreitende Hitze, Fieber);
  • wenn Sie den geringsten Zweifel an der Tetanusimpfung haben – Tetanus ist für Pferde tödlich, der Impfschutz muss aktuell sein.

Der Tierarzt entscheidet, ob eine Naht, eine Behandlung oder eine Auffrischung der Impfung notwendig ist. Beschreiben Sie ihm die Wunde genau (Größe, Lage, Aussehen): das hilft ihm, die Dringlichkeit am Telefon einzuschätzen.

Wie sich eine Wunde entwickelt: die großen Phasen der Heilung

Sobald die Wunde gereinigt und geschützt ist, ist es hilfreich zu wissen, wie eine normal verlaufende Heilung aussieht, um Abweichungen besser erkennen zu können. Diese Anhaltspunkte sind allgemein: Dauer und Aussehen variieren stark je nach Größe und Lage der Wunde sowie je nach Pferd. Sie ersetzen keinesfalls eine tierärztliche Meinung.

1. Das Stoppen der Blutung. In den ersten Minuten bildet der Körper auf natürliche Weise ein Gerinnsel, um die Blutung einer kleinen oberflächlichen Wunde zu stoppen.

2. Die Entzündungsphase. In den folgenden Tagen sind eine Rötung und eine leichte lokale Wärme um die Wunde normale Reaktionen des Körpers, der die Stelle reinigt. Auch eine leichte, unauffällige Schwellung kann in diesem Stadium auftreten.

3. Das Granulieren. Das Gewebe füllt sich allmählich mit neuem Gewebe, die Wunde schließt sich langsam von den Rändern her.

4. Die Reifung. Im Verlauf schließt sich die Haut und festigt sich. Dieser letzte Schritt kann mehrere Wochen dauern, manchmal länger, je nach Wunde.

Dieser Leitfaden ist KEIN Diagnosewerkzeug. Er dient nur dazu, allgemein zu erkennen, was normal sein kann — niemals zur Selbstbeurteilung der Schwere einer bestimmten Wunde. Kontaktieren Sie den Tierarzt unverzüglich, wenn:
  • die Hitze oder Schwellung nach einigen Tagen zunimmt statt abnimmt;
  • ein eitriger Ausfluss oder ein ungewöhnlicher Geruch auftritt;
  • die Wunde sich nach ungewöhnlich langer Zeit nicht schließt;
  • ein Hinken mit der Wunde verbunden ist;
  • die Wunde ist tief oder in der Nähe eines Gelenks oder einer Sehne.
Im Zweifelsfall rufen Sie den Tierarzt an — warten Sie niemals ab, um zu sehen, ob sich etwas entwickelt.

Das ideale Erste-Hilfe-Set

Ein gut ausgestattetes Set ist bereit, bevor man es braucht, aufbewahrt in einem sauberen, luftdichten Behälter, im Stall und im Transporter. Verfallsdaten werden regelmäßig überprüft und verbrauchte Produkte ersetzt. Man unterscheidet das Notwendige zum Reinigen, Desinfizieren und Schützen einer oberflächlichen Wunde von ergänzender Hautpflege, deren Eigenschaften den Herstellerangaben entsprechen.

Reinigen, desinfizieren, schützen

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Die Robinson Animalintex Kompressen sind getränkte Kompressen, die gemäß der Gebrauchsanweisung oder nach Anweisung eines Fachmanns verwendet werden sollten. Zur Grundreinigung einer Wunde verwenden Sie besser sterile Kompressen.

Ergänzende Hautpflege

Diese Produkte sind oberflächliche Hautpflege. Die unten aufgeführten Eigenschaften sind die vom Hersteller angegebenen; beachten Sie die jeweiligen Anweisungen. Sie ersetzen keine tierärztliche Behandlung einer tiefen Wunde.

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Ergänzend zur Basisausrüstung: sterile Kompressen, Kochsalzlösung, abgerundete Scheren, Pinzette, Lampe, Einweghandschuhe, selbstklebende Binde, Thermometer und die Telefonnummer Ihres Tierarztes, die Sie vorher notiert haben. Hersteller geben für ihre Cremes und Sprays unterschiedliche Eigenschaften an: Wir empfehlen, jede Gebrauchsanweisung sorgfältig zu lesen und die Anwendungshinweise zu beachten. Alle diese Produkte finden Sie in unserer Kollektion Pflegeprodukte.

Haben Sie Zweifel an Ihrer Ausrüstung oder an einem für Ihr Pferd geeigneten Produkt?

Wir sind für Sie da, um Sie zu beraten. Vereinbaren Sie einen Termin im Geschäft.

Termin vereinbaren Zur Kollektion Pflegeprodukte

FAQ – kleine Pferdewunden

Wie reinige ich eine kleine Wunde bei meinem Pferd?

Zuerst mit lauwarmem klarem Wasser oder Kochsalzlösung unter sanftem Druck von innen nach außen spülen, um Erde und Schmutz zu entfernen, dann ein für Pferde geeignetes Antiseptikum gemäß den Herstellerangaben auftragen. Die Hände müssen vor jeder Behandlung sauber sein.

Wann benötigt eine Pferdewunde einen Tierarzt?

Sobald die Wunde tief, großflächig, stark blutend ist, sich in der Nähe eines Gelenks, einer Sehne oder eines Auges befindet, ein Fremdkörper steckt, das Pferd lahmt oder Anzeichen einer Infektion auftreten. Wenn die Wunde genäht werden muss, tragen Sie nichts auf (weder Spray, Creme noch Pulver) und rufen Sie zuerst den Tierarzt. Überprüfen Sie auch, ob die Tetanusimpfung aktuell ist.

Was sollte eine Erste-Hilfe-Ausrüstung für Pferde enthalten?

Mindestens: ein Antiseptikum, ein Hautschutzspray, sterile Kompressen, Kochsalzlösung und eine Binde, abgerundete Scheren, eine Pinzette, Einweghandschuhe, eine Lampe, ein Thermometer und die Nummer des Tierarztes. Verfallsdaten sollten regelmäßig überprüft werden.

Kann man Alkohol oder Wasserstoffperoxid auf eine Wunde anwenden?

Nein, nicht bei einer offenen Wunde: Alkohol und Wasserstoffperoxid greifen das Gewebe an und verzögern die Heilung. Man bevorzugt eine Spülung mit klarem Wasser oder Kochsalzlösung, gefolgt von einem für Pferde geeigneten Antiseptikum. Und man trägt niemals Produkte ins Auge oder in dessen Nähe auf, ohne tierärztlichen Rat.

Sollte man Tetanus bei einer kleinen Wunde überprüfen?

Ja. Tetanus ist eine tödliche Krankheit beim Pferd, und schon eine kleine Wunde kann ausreichen, um es zu infizieren. Stellen Sie sicher, dass die Impfung aktuell ist; im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat.

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